Das andere Gesicht Siziliens


Neulich musste ein Mitsegler zum Flughafen von Palermo. Der ist von Licata aus sowieso schlechter zu erreichen, aber an einem Feiertag fast überhaupt nicht. Also habe ich kurzerhand ein Auto gemietet (FIAT Ulysse Minivan für 60,- (sechzig!) Euro mit unbegrenzten Kilometern) und habe ihn nach Palermo zum Flughafen gefahren. Da ich Zeit hatte, konnte ich so die Rückfahrt benutzen, einmal über Nebenstraßen das Innere der Insel zu erkunden – und das hat mich dann doch sehr überrascht. Ich wusste ja aus meinen Geschichtsbüchern, dass Sizilien die Kornkammer des Römischen Reiches war, aber das die Insel heute derartig grün ist, sieht man ihr an den doch arg verkarsteten Küstenlandstrichen nicht an.

Es gibt im Inneren hübsche Kleinstädte…

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Aber viel erstaunlicher war für die geradezu überwältigende Fruchtbarkeit und landwirtschaftliche Nutzung. Man kommt sich fast vor wie tausende Kilometer weiter im Norden von Europa.

Wer mag, lässt die folgenden Aufnahmen als Impressionen auf sich wirken.

 

Was natürlich NICHT wie in Nordeuropa ist, passierte dann auf einer Nebenstraße. Plötzlich musste ich furchtbar in die Eisen steigen, weil ich ohne jegliche Vorwarnung das hier vor meiner Autoschnauze hatte:

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Mit etwas Zauberei kam ich ganz langsam und so gerade eben links an diesem Riesenloch vorbei.

Vielleicht sollte damit aber auch eine Gegend “verteidigt” werden, die ich mir dann angeschaut habe. Wenn man die Bilder anschaut, fühlt man sich in einen Mafiakrimi versetzt, zumal auch die Ortsnamen jedem gebildeten Kino- und Fernsehzuschauer nicht unbekannt sein werden:

Es war schon ein Erlebnis, auch diese Seite Siziliens einmal kennenzulernen, was sich ja für einen Skipper mit Boot selten ergibt.

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